Future Skills 2030 für IT Teams: Warum IT-Transparenz entscheidend ist

Von: Annette Trenz | Datum: 21. Juli 2026 | Kommentar: 0 | Kategorie: General

Future Skills für IT Teams

Die Fähigkeiten, die IT-Teams benötigen, verändern sich schnell. Future Skills 2030 ist das neue Buzzword. Aber ist es das wirklich, nur ein Buzzword? Generative KI hat diesen Wandel beschleunigt, ist aber nur eine von mehreren Kräften, die die Arbeitswelt neu gestalten. Wirtschaftliche Unsicherheit, demografischer Wandel, geopolitische Fragmentierung und die grüne Transformation verändern ebenfalls die Prioritäten.

Der Future of Jobs Report 2025 des World Economic Forum schätzt, dass die Schaffung und Verdrängung von Arbeitsplätzen zusammen bis 2030 rund 22 % der heutigen formellen Arbeitsplätze betreffen werden. Zudem dürften sich 39 % der derzeitigen Skillsets der Beschäftigten im Zeitraum von 2025 bis 2030 verändern oder überholt sein. Für IT-Verantwortliche ist dies kein abstrakter Arbeitsmarkttrend. Es betrifft die Art und Weise, wie Teams arbeiten, Infrastrukturen absichern, Veränderungen bewerten und Entscheidungen treffen.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, welcher einzelne Skill am höchsten eingestuft wird. Entscheidend ist, wie technische und menschliche Fähigkeiten zusammenspielen – und was Teams benötigen, um sie in einer komplexen IT-Umgebung wirksam einzusetzen.

In meinen 20 Jahren als Digitalisierungsberaterin konnte ich in über 10 Transformationsprogrammen beobachten, dass der häufigste Grund für gescheiterte Transformationen nicht fehlendes Training war, sondern fehlende Transparenz der Grundlagen. Eben echte Fakten, statt Annahmen.

Was sich in der Future Skills Landschaft verändert hat

Der Bericht von 2025 zeigt eine doppelte Entwicklung. Technologische Fähigkeiten gewinnen schnell an Bedeutung, während ausgeprägt menschliche Fähigkeiten unverzichtbar bleiben.

KI und Big Data führen die Liste der am schnellsten wachsenden Skills an, gefolgt von Cybersecurity sowie Technology Literacy. Gleichzeitig werden kreatives Denken, Resilienz, Flexibilität, Agilität, Neugier, lebenslanges Lernen, Leadership und analytisches Denken weiterhin wichtiger.

Diese Kombination ist entscheidend. Technologie kann mehr Informationen verarbeiten und mehr Aufgaben automatisieren, doch Menschen müssen weiterhin das Problem definieren, Belege bewerten, Zusammenhänge verstehen, Ergebnisse hinterfragen, Maßnahmen koordinieren und Verantwortung für das Resultat übernehmen.

Für IT-Teams lässt sich Zukunftsfähigkeit am besten als System verstehen:

  • technische Kompetenz im Umgang mit KI, Automatisierung, Daten und Security-Tools;
  • analytisches Urteilsvermögen, um Beobachtungen in fundierte Entscheidungen zu übersetzen;
  • Resilienz und Anpassungsfähigkeit, um auf Veränderungen in Umgebungen und Prioritäten zu reagieren;
  • Kommunikation und Leadership, um technische Maßnahmen mit geschäftlichen Anforderungen abzustimmen;
  • kontinuierliches Lernen, um Wissen aktuell zu halten.

Keine einzelne Fähigkeit reicht für sich allein aus.

Warum KI den Bedarf an analytischem Denken nicht verringert

Analytisches Denken bleibt ein zentraler Skill, weil KI-Ergebnisse nur so nützlich sind wie die zugrunde liegende Frage, der Kontext und die Belege. Ein Modell kann Informationen zusammenfassen oder Muster erkennen, doch IT-Fachleute müssen weiterhin prüfen, ob die Quelldaten vollständig, aktuell und relevant sind.

Nehmen Sie eine einfache operative Frage: Welche Systeme benötigen dringend Aufmerksamkeit? Eine brauchbare Antwort kann von der Zuständigkeit für Geräte, Betriebssystemversionen, installierter Software, Virtualisierungsbeziehungen, Cloud-Ressourcen, Standort, Exposition und geschäftlicher Kritikalität abhängen. Wenn Teile der Umgebung fehlen oder veraltet sind, kann die Analyse mit großer Sicherheit falsch liegen.

Deshalb gehört Infrastrukturtransparenz zur Future-Skills-Diskussion. Analytisches Denken wird wirksamer, wenn Menschen mit einem verlässlichen Abbild ihrer Umgebung arbeiten können, statt verteilte Tabellen und Annahmen abzugleichen.

JDisc Discovery unterstützt diese Grundlage durch eine automatisierte Netzwerkinventarisierung. Die Lösung erkennt und dokumentiert Geräte sowie installierte Software, damit Teams ihre Umgebung anhand vollständigerer und aktuellerer Informationen untersuchen können.

NetworkTopology JDisc Discovery creates a detailed network topology

Ein aktuelles Inventar liefert IT-Teams eine gemeinsame Faktenbasis für Analyse und Priorisierung.

 

Networks und Cybersecurity werden zu “Alltags”- Future Skills

Cybersecurity gehört im WEF-Ausblick zu den am schnellsten wachsenden Skills. Dahinter steht eine praktische Realität: Fast jeder Geschäftsprozess hängt heute von vernetzter Infrastruktur ab, während hybride Umgebungen diese Infrastruktur schwerer überschaubar machen.

Security-Arbeit beginnt mit dem Wissen darüber, was vorhanden ist. Unbekannte Geräte, nicht mehr unterstützte Betriebssysteme, nicht freigegebene Software und undokumentierte Abhängigkeiten können Blind Spots verursachen, noch bevor ein Security-Tool oder Spezialist mit einer tieferen Analyse beginnt.

Ein vollständiges IT-Inventar ersetzt weder Vulnerability Management noch Security Monitoring oder fachliches Urteilsvermögen. Es bietet diesen Prozessen eine bessere Ausgangsbasis. Teams können Assets identifizieren, tatsächliche mit erwarteten Zuständen vergleichen und ihre begrenzte Aufmerksamkeit gezielt auf Systeme richten, die genauer untersucht werden sollten.

Dadurch wird auch Technology Literacy konkreter. Statt Konzepte isoliert zu lernen, können Mitarbeitende untersuchen, wie Server, Endpoints, Netzwerkgeräte, Virtualisierungsplattformen, Verzeichnisdienste und Cloud-Services in ihrer eigenen Umgebung zusammenwirken.

Resilienz beginnt mit einem gemeinsamen Bild der Realität

Flexibilität, Agilität und Resilienz sind in den Prioritäten der Arbeitgeber deutlich aufgestiegen. Im IT-Betrieb werden diese Eigenschaften häufig bei Incidents, Migrationen, Audits, Übernahmen und plötzlichen Veränderungen der Risikolage auf die Probe gestellt.

Dabei bedeutet Resilienz nicht nur, unter Druck arbeiten zu können. Sie bedeutet, sich anzupassen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Dafür sind verlässliche Informationen erforderlich:

  • Welche Systeme sind betroffen?
  • Welche Software- und Betriebssystemversionen sind vorhanden?
  • Welche Assets oder Beziehungen könnten übersehen werden?
  • Was hat sich seit der letzten Prüfung verändert?
  • Welche Teams und Prozesse hängen von der betroffenen Technologie ab?

Wenn alle Beteiligten auf ein aktuelles Inventar zugreifen, verbringen sie weniger Zeit damit, grundlegende Fakten zu diskutieren, und mehr Zeit mit der Bewertung von Optionen. Verlässliche Discovery-Daten können außerdem nachgelagerte IT Asset Management-, CMDB-, Audit- und Security-Prozesse stärken. JDisc beschreibt diese Rolle als Datengrundlage für IT Asset Management, während die Prozesse und Fachleute der Organisation für Interpretation und Maßnahmen verantwortlich bleiben.

Kreatives Denken ist in komplexen IT-Umgebungen praktisch

Kreatives Denken mag weit vom Infrastrukturmanagement entfernt erscheinen, ist jedoch zentral für Probleme, für die es kein perfektes Playbook gibt. Eine Migration kann inkompatible Plattformen betreffen. Eine Fusion kann doppelte Tools und unvollständige Dokumentation offenlegen. Eine Security-Anforderung muss möglicherweise erfüllt werden, ohne kritische Services zu stören.

In jedem dieser Fälle funktioniert Kreativität am besten, wenn die Rahmenbedingungen sichtbar sind. Präzise Asset- und Beziehungsdaten helfen Teams, Szenarien zu prüfen, unerwartete Zusammenhänge zu erkennen und eine neuartige Lösung von einer riskanten Vermutung zu unterscheiden.

Hier wird auch Systems Thinking wertvoll. IT-Umgebungen sind keine Listen isolierter Geräte. Sie sind Netzwerke aus Technologien, Abhängigkeiten, Verantwortlichen und Services. Discovery-Daten liefern Beobachtungen über dieses System; erfahrene Menschen verwandeln diese Beobachtungen in Verständnis und Entscheidungen.

 

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Leadership und Social Influence verbinden Fakten mit Handeln

Der WEF-Bericht nennt Leadership und Social Influence unter den Skills mit dem stärksten Bedeutungszuwachs seit 2023. Technologischer Wandel schafft Bedarf an Menschen, die Unsicherheit erklären, Prioritäten nachvollziehbar machen und unterschiedliche Stakeholder zusammenbringen können.

Für IT-Verantwortliche reicht eine technisch korrekte Empfehlung nicht aus. Sie müssen möglicherweise zeigen, warum ein Upgrade wichtig ist, welche Services betroffen sind, welche operativen Auswirkungen wahrscheinlich sind und wo Investitionen beginnen sollten. Eine klare, gemeinsame Faktenbasis macht diese Gespräche produktiver.

Infrastrukturdaten liefern Transparenz, wie die über 600 Installationen von JDisc Discovery beweisen, aber sie treffen keine Entscheidung. Menschen bewerten weiterhin Business-Kontext, Risikobereitschaft, Budget, Timing und Konsequenzen. Diese Unterscheidung ist wichtig: Automatisierung schafft Hebelwirkung; die Verantwortung bleibt beim Menschen.

Ein praktisches Framework für zukunftsfähige IT-Teams mit Future Skills

Future-Skills-Programme scheitern häufig, wenn sie vom Arbeitsalltag losgelöst bleiben. IT-Verantwortliche können die Entwicklung nützlicher gestalten, indem sie Skills mit realen operativen Fragen verbinden. JDisc und das Trenz Institut empfehlen deshalb gemeinsam folgende Vorgehensweise:

1. Eine verlässliche Baseline schaffen

Beginnen Sie mit Transparenz. Klären Sie, wie Hardware, Software, Betriebssysteme, virtuelle Ressourcen, Cloud-Ressourcen und Netzwerkgeräte identifiziert und aktuell gehalten werden. Dokumentieren Sie Lücken und Verantwortlichkeiten, statt von einem vollständigen Inventar auszugehen.

 

2. Jedes neue Tool mit einer Urteilskompetenz verbinden

AI-Trainings sollten Quellenbewertung und Validierung einschließen. Security-Trainings sollten Priorisierung und Kommunikation abdecken. Automatisierungstrainings sollten Ausnahmebehandlung und Verantwortlichkeit berücksichtigen. Diese Verbindung verhindert, dass technische Kompetenz zu blinder Tool-Abhängigkeit wird.

3. Reale Infrastrukturfragen zum Lernen nutzen

Lassen Sie Teams anhand freigegebener Daten realistische Fragen untersuchen: Wo befinden sich nicht mehr unterstützte Systeme? Welche Software taucht unerwartet auf? Welche Bereiche der Umgebung benötigen eine genauere Prüfung? Praktische Übungen fördern technische, analytische und kommunikative Fähigkeiten zugleich.

4. Veränderungen sichtbar machen

Zukunftsfähige Teams lernen kontinuierlich. Regelmäßige Discovery und Reviews können ihnen zeigen, wie sich die Umgebung entwickelt und wo alte Annahmen nicht mehr gelten. Das Ziel besteht nicht nur darin, mehr Daten zu sammeln, sondern einen wiederholbaren Feedback Loop aus Beobachtung, Entscheidung, Handlung und Lernen zu schaffen.

5. Fakten in operative Systeme integrieren

Inventardaten werden wertvoller, wenn sie etablierte Workflows unterstützen können. Je nach Organisation können dazu Reports, Exporte, Scripts, ITSM-Prozesse oder eine CMDB gehören. Der JDisc-Artikel zur Verbindung von Network Discovery und CMDB erläutert, wie sich Discovery-Daten und strukturiertes Configuration Management ergänzen können.

VirtualizationExplorer The virtualization explorer lists all supported virtualization technologies.

JDisc Discovery Report mit Infrastrukturdaten für einen operativen Review

Technologische und menschliche Skills verstärken sich gegenseitig

Die wichtigste Erkenntnis aus der Entwicklung der Future Skills ist nicht, dass eine Gruppe von Fähigkeiten eine andere ersetzt. AI, Daten, Networks und Cybersecurity werden zur gleichen Zeit wichtiger wie analytisches Denken, Kreativität, Resilienz, Leadership und lebenslanges Lernen.

Für IT-Teams bilden verlässliche Informationen die Brücke zwischen diesen Skillgruppen. JDisc Discovery kann dabei helfen, ein aktuelles Bild der Infrastruktur zu schaffen. Menschen nutzen anschließend Kontext, Urteilsvermögen, Zusammenarbeit und Verantwortungsbewusstsein, um dieses Bild in Maßnahmen zu übersetzen.

Zukunftsfähigkeit mit Future Skills ist daher kein einmaliges Trainingsprojekt. Sie ist eine Arbeitsweise: die Umgebung verstehen, Fakten hinterfragen, aus Veränderungen lernen und die nächste Entscheidung verbessern.

Häufig gestellte Fragen

Die folgenden Antworten erläutern, wie Future Skills mit IT-Betrieb, Infrastrukturtransparenz und JDisc Discovery zusammenhängen. Sie grenzen außerdem den Beitrag von Discovery-Daten von dem Urteilsvermögen und der Verantwortung ab, die bei IT-Fachleuten verbleiben.

Der WEF-Ausblick nennt AI und Big Data, Networks und Cybersecurity sowie Technology Literacy als besonders schnell wachsende Skills. Auch analytisches und kreatives Denken, Resilienz, Flexibilität, Agilität, Leadership, Neugier und lebenslanges Lernen sind wichtig. Die passende Mischung hängt von den Aufgaben des Teams und dem Business-Kontext ab.

AI kann Analysen beschleunigen, doch Menschen müssen die Frage definieren, Inputs validieren, Unsicherheiten bewerten und entscheiden, ob ein Ergebnis für die konkrete Situation geeignet ist. Unvollständige oder veraltete Infrastrukturdaten können selbst eine anspruchsvolle Analyse schwächen.

Network Discovery liefert beobachtbare Informationen über Geräte, Systeme, Software und Teile ihres technischen Kontexts. Teams können diese Informationen für praktische Analysen, Security Reviews, Dokumentation, Lernübungen und operative Planung nutzen.

Nein. Discovery und Inventarisierung schaffen Transparenz über die Umgebung, während spezialisierte Security-Tools und -Prozesse Aufgaben wie Monitoring, Vulnerability Assessment, Schutz und Response übernehmen. Präzise Asset-Daten können deren Ausgangsbasis stärken.

Grundsätzlich ja, sofern Use Case, Data Governance, Zugriffskontrollen, Qualitätsprüfungen und Validierungsprozess definiert sind. JDisc Discovery liefert Inventardaten; die Organisation entscheidet, ob und wie diese Daten in einem AI-gestützten Workflow verwendet werden.

Während eines Incidents oder einer größeren Veränderung müssen Teams betroffene Assets identifizieren und den Umfang schnell verstehen. Ein aktuelles Inventar reduziert die Unsicherheit darüber, was vorhanden ist. Resilienz hängt jedoch auch von getesteten Prozessen, qualifizierten Menschen, Backups, Kommunikation und Recovery Planning ab.

Sie können Lerninhalte mit realen, freigegebenen operativen Fragen und Daten verbinden. Übungen, die Untersuchung, Validierung, Priorisierung und Stakeholder-Kommunikation kombinieren, entwickeln mehrere Future Skills gleichzeitig.

Schaffen Sie eine verlässliche Baseline der aktuellen Umgebung und identifizieren Sie unvollständige Informationen. Verbinden Sie anschließend die Skill-Entwicklung mit konkreten operativen Ergebnissen, weisen Sie Verantwortlichkeiten zu und überprüfen Sie den Fortschritt, während sich die Infrastruktur verändert.

Quellen: World Economic Forum, Future of Jobs Report 2025; Trenz Institut, Die Evolution der Future Skills von 2020 bis 2025

Über den Autor

Annette Trenz

Annette Trenz verbindet als studierte Informatikerin fundiertes Knowhow mit über 20 Jahren Erfahrung in internationalen Beratungshäusern (u.a. CGI, IBM, HP, T-Systems) als Digitalisierungs-Beraterin. Sie hat große P&L's in der Industrie verantwortet, weltweit Marketing-Teams geleitet und Wachstumsstrategien für ein 13bn USD Unternehmen erfolgreich umgesetzt.

Diese Erfahrung bringt sie nun bei JDisc GmbH im Bereich Markting und Partner-Management ein.

Als Gründerin des Trenz Instituts (https://www.trenzinstitut.de) und begleitet sie seit 2025 Unternehmen bei den Herausforderungen der digitalen Transformation, des technologischen Wandels und des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz.

Mit langjähriger Erfahrung in IT, Strategie und Führung unterstützt sie Organisationen dabei, neue Technologien erfolgreich in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren und nachhaltige Veränderungen anzustoßen.

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